Schimmelbefall
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Schimmelbefall

Landgericht Frankfurt

Aktenzeichen: 2-17 S 89/11

Urteil vom 07.02.12

Das Landgericht Frankfurt hat in einem am 07.02.12 verkündeten Berufungsurteil entschieden, dass einem Mieter bei Schimmelbefall der Wohnung am Tag eine drei- bis viermalige Lüftung der Wohnung, jedoch nicht während der Arbeitszeit, zugemutet werden kann.

Vorgeschichte

Ausgangspunkt des Rechtsstreits war ein Schimmelpilzbefall einer Mietwohnung.

Die Ursache dieser Schimmelbildung war gemäß Gutachten eines Sachverständigen eine Dampfdiffusion durch nicht ausreichende Lüftung des Mieters. Gemäß seinen Ausführungen kann eine derartige Schimmelbildung durch eine drei- bis viermal täglich stattfindende Stoßlüftung vermieden werden.

Urteilsbegründung

Die Verantwortlichkeit des beklagten Mieters für den Mangel ist auch nicht etwa deswegen ausgeschlossen, weil eine normale Nutzung der Wohnung bei üblichem Wohnverhalten ohne Schimmelbildung nicht möglich wäre.

Das Landgericht Frankfurt  hält ein 3- bis 4-mal tägliches Stoßlüften auch für einen berufstätigen Mieter nicht für unzumutbar. Der Mieter kann morgens vor Verlassen des Hauses ein- bis zweimal lüften werden, dann am Nachmittag nach Rückkehr von der Arbeit und am Abend.

Anmerkung

Pressemeldungen, nach denen das Gericht es für zumutbar gehalten habe, dass berufstätige Mieter bei Schimmelbefall der Wohnung alle drei bis vier Stunden zum Lüften in ihre Wohnung zurückkehren, finden in diesem Urteil keinerlei Grundlage.

01.2014

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