Reisedauerreduktion
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Reisedauerreduktion

Landgericht Hamburg

Aktenzeichen: 313 O 55/11

Urteil vom 28.12.12

Reduziert sich die Dauer einer Reise stark, so steht einem betroffenen Urlauber ein Schadensersatzanspruch wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit zu.

Vorgeschichte:

Ausgangspunkt war die Buchung einer vierzehntägigen islamischen Pilgerfahrt nach Mekka.

Ein Tag vor dem geplanten Abflug erhielten die Reisenden per E-Mail die Information, dass es infolge eines zwei Tage späteren Hinfluges und eines Tages früheren Rückfluges zu einer dreitägigen Verkürzung der gebuchten vierzehntägigen Reise kommt.

Wegen dieser Reisedauerreduktion und weiterer Mängel wurde auf Schadenersatz geklagt.

Urteilsbegründung

Das Landgericht Hamburg folgte der Argumentation der Anklage, dass die Reise wegen der Verschiebung der Ab- und Rückflugzeiten mangelhaft war, wodurch den Klägern insgesamt drei Reisetage verlorengegingen.

Denn werden Hin- und Rückflugtermine so umgelegt, dass dem Reisenden Urlaubstage verloren gehen, so liegt ein Reisemangel vor (AG Düsseldorf RRa 17, 96). Hierbei ist je verlorengegangenem Urlaubstag eine anteilige Minderung von 100 % bezogen auf den gesamten Reisepreis und die ursprünglich vereinbarte Reisedauer gerechtfertigt.

11.2013

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