Parken in zweiter Reihe
bei  www. le max U .de
ius - das Recht
- Abbruch eBay-Auktion
- Ausgleichszahlung
- Bauzaunumsturz
- Blitzer-App
- Delisting
- Elternhaftung
- Falscher Bus
- Gehwegunebenheit
- Handy beim Fahren
- Hangheckenhöhe
- Instandhaltungspflichten
- Laubrente
- Mietkautionsverwertung
- Parken in zweiter Reihe
- Rechtsfahrgebot für Radfahrer
- Reisedauerreduktion
- Schimmelbefall
- Schlüsselverlust
- Schwarzarbeit
- SCHUFA-Scoring
- Sturzbetrunken
- Tattooerstellung
- Wartepflicht

Parken in zweiter Reihe

Amtsgerichts München

Aktenzeichen: 332 C 32357/12

Urteil vom 26.3.13

Parkt ein Fahrzeug in zweiter Reihe, beeinflusst es den Verkehr. In diesem Fall hat der Eigentümer des Fahrzeugs einen Teil seines Schadens nach den Grundsätzen der Betriebsgefahr selbst zu tragen hat, falls ein anderer Verkehrsteilnehmer gegen das geparkte Fahrzeug fährt und es dadurch beschädigt.

Ausgangspunkt

Ausgangspunkt war ein Unfall Ende August 2009 in München, bei dem ein LKW in zweiter Reihe parkte. Der LKW blockierte hierdurch die rechte Fahrspur. Zudem ragten Teile seines Aufbaus und der linke Außenspiegel in die linke Fahrspur hinein, die links ein Bordstein von Trambahnschienen abgegrenzte.

Beim Versuch, vorbeizufahren streifte ein anderer LKW das parkende Fahrzeug. Da der Schädiger eine Mitschuld, des Fahrers des parkenden LKWs infolge der einer erheblich verengten linken Fahrbahn sah, war er nur bereit, 75 Prozent des Schadens zu tragen.

Dies akzeptierte der Geschädigte nicht und erhob Klage vor dem Amtsgericht München.

Urteilsbegründung

Die zuständige Richterin entschied, dass der Geschädigte 25 Prozent des Schadens nach den Grundsätzen der Betriebsgefahr selbst zu tragen habe. Denn sein LKW habe den Verkehr trotz des Parkens weiterhin beeinflusst, da er so in zweiter Reihe abgestellt war, dass Teile des Aufbaus und des linken Außenspiegels in die linke Fahrspur hineinragten. Zudem habe er die rechte Fahrspur blockiert. Beide Sachverhalte seien für den Verkehrsunfall ursächlich gewesen. Die hieraus resultierende Verengung, der durch einen Bordstein links abgegrenzten linken Fahrbahn habe die Vorbeifahrt für einen LKW erheblich erschwert.

Das Urteil ist rechtskräftig.

05.2014

www. le max U .de